Lesermeinung(en)
Warum auch einfach, wenn es kompliziert geht... :-/ Ich gestehe es, ich blogge ab und zu. Und ich habe mir auch schon zwei oder drei Mal überlegt, wie ich einen Blog sinnvoll einsetzen könnte, um die Schreibwerkstatt noch besser zu positionieren. Darum habe ich mir „Weblogs professionell“ angeschaut, weil das Buch – gemäss Untertitel – „Grundlagen, Konzepte und Praxis im unternehmerischen Umfeld“ erklärt. Das tut es auch... allerdings für mich trotz mehrerer konkreter Beispiele etwas zu abstrakt. Ein Blog ist ja nicht erst seit iLife 06 einfach zu führen. Warum, so frage ich mich, muss man auch daraus eine Wissenschaft machen und etwas Einfaches kompliziert erklären? Vielleicht, weil man es nicht einfach erklären will, sonst merkt ja jeder, wie einfach es ist. „Weblogs professionell“, das sich an Fachleute aus Marketing, PR und Vertrieb sowie Journalisten und Redaktoren richtet, hat durchaus gute Ansätze, einige der 15 Beiträge sind absolut lesenswert, doch die unnötig komplizierte Sprache erstickt vieles im Keim. Schade.
Ein echtes Sachbuch - Lesenswert für Bloginteressierte Das Herausgeberwerk von Picot und Fischer macht einen echten Rundumschlag um das Thema Blogging. Die zum Teil sehr wissenschaftlichen Artikel sind sehr interessant und tiefgehend und daher für Bloginteressierte Akademiker und Praktiker hilfreich. Ein Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Themen Kommunikation und Public Relations. Ich fand das Buch für meine Diplomarbeit echt hilfreich und kann es ruhigen Gewissens weiterempfehlen.
Grausam Das Buch macht zunächst einen guten Eindruck. Der Titel ist vielversprechend. Die Autoren vergessen aber schon bei den Überschriften und Unterüberschriften der einzelnen Kapitel die Leser da abzuholen, wo sie stehen. "Zwischen Neologismen und Authentizität" lautet die Unterüberschrift des ersten Kapitels. Im Kapitel selbst wird vom medialen Cluster der Blog-Welt gesprochen. Weiter liest man es gebe eine "One-to-many"-Kommunikation und ein Pull-Charakteristikum. Die Rede ist auch von Public-Relations-Praktiker und von Blog-Monitoring. Das sind nur ein paar Beispiele der in diesem Buch verwendeten Sprache. Ich bin nun wahrlich kein Sprachexperte. Die Autoren schaffen es aber nicht, einfache Sachverhalte auch einfach zu beschreiben. Im Gegenteil. Das Buch ist anstrengend zu lesen. Der Nutzen zweifelhaft, da die Konzentration beim Lesen erzwungen werden muss. Keine Frage, es gibt auch Aspekte, die interessant sind. Können aber die miserable Sprache nicht ausgleichen. Es bleibt das Gefühl, die Autoren versuchen wenig Inhalt in einer komplizierten Sprache zu verpacken. Sie wollen damit den Eindruck einer wissenschaftlichen Abhandlung vermitteln. Das gelingt aber nicht. Ich kann es mit ruhigem Gewissen nicht weiterempfehlen.
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