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von Jan Tißler
Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist inzwischen online, bei den 14- bis 49-Jährigen sind es inzwischen gar zwei Drittel. Und von
einem kann man ausgehen: Die Mehrheit nutzt
dieses Medium regelmäßig, um sich zu informieren.
Wer etwas sucht, wird ins Internet schauen.
Gedruckte Werke wie die Gelben Seiten geraten
da ins Hintertreffen.
Und selbst wenn Ihr potenzieller Kunde lieber erst in die Gelben Seiten
schaut, wird er dort nicht nur Sie, sondern
auch Ihre Konkurrenz entdecken. Steht bei denen
eine Internetadresse dabei, wird diese sicher
ausprobiert. Und je mehr (positive) Informationen
dieser potenzielle Kunde bekommt, desto eher
wird er sich für ein Unternehmen entscheiden
können.
Das Internet als Marketing-Instrument
Und damit sind wir auch schon mittendrin in der ersten Möglichkeit,
etwas Sinnvolles mit dem Internet anzustellen.
Während der Platz einer Annonce immer begrenzt
(und teuer erkauft) ist, bietet das Internet
Platz in Hülle und Fülle. Sie können sich,
Ihr Unternehmen, Ihre Angebote und Dienstleistungen
in Wort und Bild darstellen. In die Anzeige
im Branchenbuch oder in der Tageszeitung muss
dann nicht viel mehr stehen als Ihr Unternehmensname,
ein Schlagwort zu Ihren Leistungen oder ein
Slogan, sowie neben der obligatorischen Telefonnummer
Ihre Internetadresse.
Schon haben Sie Ihren vergleichsweise kleinen Eintrag im Branchenbuch
um Ihre gesamte Internetpräsenz erweitert.
Zudem ist es möglich, Internetseiten laufend zu aktualisieren, beispielsweise
für neue Angebote oder besondere Leistungen.
Darüber hinaus können Sie Interessenten per
E-Mail auf dem Laufenden halten, wenn Sie etwas
Neues zu bieten haben. Oder Sie gehen noch einen Schritt weiter und bieten Informationen per RSS an. » Mehr über RSS-Marketing in diesem Artikel.
Ein weiterer Trend sind Weblogs. Das sind aktuelle und stark miteinander vernetzte Internetseiten. Sie lassen sich leicht aktualisieren und wachsen flexibel mit ihren Inhalten. Auf Internet optimal nutezn finden Sie einen » Artikel mit Einsteigerinformationen zu Unternehmens-Weblogs und einen mit » Tipps für einen guten Start Ihres Weblogs.
Bedenken Sie: Alle öffentlichen Teile Ihres Unternehmens werden
plötzlich
Außenstellen Ihrer Werbeseite im Internet.
Denn wenn Ihre Adresse kurz und einprägsam
genug ist, können Sie sie überall unterbringen:
Visitenkarten, Briefbögen, Firmenschild, Fahrzeuge,
Dienstkleidung, Werbegeschenke...
Das Internet als zusätzliche Umsatzquelle
Von diesem Punkt an ist es nicht mehr weit bis das Internet eine
eigene Umsatzquelle, ein eigener Vertriebskanal
wird. Vielleicht haben Sie ein Produkt oder
eine Dienstleistung, die sich direkt online
verkaufen lässt? Dann sollten Sie mit dem Gedanken
spielen, das auch auszuprobieren. Eine Möglichkeit
kann hier der Marktplatz eBay sein. » Mehr
Informationen über eBay für Unternehmer finden
Sie in diesem Artikel.
Oder aber Sie nutzen das Internet direkt, um neue Kunden zu gewinnen.
Das wird sich vor allem dann lohnen, wenn Sie
überregional tätig sind. Wer sich geschickt
anstellt und an der richtigen Stelle investiert,
kann im Internet viel stärker präsent sein
als in der realen Welt. » Ein Beispiel
für Online-Marketing zeigt der Artikel über Suchmaschinen.
Sie müssen allerdings eines bedenken: Sie sind bei weitem nicht der
einzige, der das Internet zu diesem Zweck nutzen
will. Der Erfolg wird nicht von allein kommen.
Die Zeiten, in denen schon die Internetpräsenz
allein reichte, um für Aufmerksamkeit zu sorgen,
sind lange vorbei. Inzwischen sind mit als
acht Millionen Domains mit der Endung "de"
angemeldet. Wer da auffallen will, muss sich
schon gut auskennen und aktiv sein.
Ziele formulieren
Bevor Sie also eine Homepage in Auftrag geben oder die alte erneuern
lassen, sollten Sie sich unbedingt über die
Ziele klar werden.
- Kunden informieren: Wenn Sie vor allem vorhandene
Kunden informieren möchten oder nur einfache
Daten wie Öffnungszeiten, Leistungen und
Kontaktdaten unterbringen wollen, werden
Sie schon mit einer einfachen Homepage gut
fahren. Das gilt besonders, wenn Sie vor
allem regional tätig sind und ohnehin einen
hohen Bekanntheitsgrad in Ihrer Zielgruppe
besitzen. Einfache Angebote, die nur eine oder wenige Seiten beinhalten
und auf vorgefertigten Layouts aufsetzen,
können für diesen Zweck durchaus reichen. Sorgen Sie aber
dafür, dass die Seite bekannt wird und auch
gefunden werden kann, denn ansonsten ist
auch dieses wenige Geld verschwendet.
- Kunden gewinnen, Umsatz erzielen: Wollen Sie
auch überregional tätig werden und über das
Internet neue Kunden gewinnen und Umsätze
generieren, werden Sie schon etwas tiefer
in die Tasche greifen müssen. Mit einer einfachen
Präsenz auf nur einer Seite ist es dann nicht
getan. Im Idealfall soll die Seite exakt
zum sonstigen Auftreten der Firma passen
und (positives!) Image transportieren.
Von Homepagebaukästen und Freizeit-Webdesignern
sollten Sie in diesem Fall eher Abstand nehmen. Aufbau, Nutzerführung,
Erscheinungsbild, Texte und Fotos müssen
stimmen.
- Neuer Vertriebsweg: Soll das Internet nicht
nur ein Zubrot, sondern ein eigener Vertriebsweg
werden, begeben Sie sich am besten in die
Hände eines erfahrenen Designers oder besser
noch einer Agentur. In Profis müssen Sie
zwar einmal mehr Geld investieren, dafür
haben Sie aber auch eine Präsenz, die neuesten
Anforderungen entspricht und von Ihnen selbst
aktualisiert und erweitert werden kann.
Wenn Sie nun besser bescheid wissen, was Sie mit dem Internet erreichen
wollen, kann Ihnen der Artikel » "Homepages
für jedes Budget" noch ein Stück weiterhelfen.
Bei Internet optimal nutzen gibt es zudem eine » Übersicht zu Web-Agenturen und -Designern aus ganz Deutschland.
Stand des Artikels: Februar 2006
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