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von Jan Tißler
DSL steht für Digital Subscriber Line, was nicht mehr heißt
als "digitale Teilnehmer-Anschlussleitung". Fakt ist aber:
Diese Technik lässt Sie bis zu 54-Mal schneller durchs Internet
surfen. Gemessen wird die Geschwindigkeit in
KBit pro Sekunde (kbit/s). Ein Modem am normalen
Telefonanschluss schafft maximal 56 kbit/s,
bei ISDN sind es immerhin 64 oder 128, bei
DSL aber bis zu 3000 kbit/s. DSL erreicht
übrigens sowohl beim normalen als auch beim
ISDN-Anschluss dieselben Geschwindigkeiten.
DSL macht es außerdem möglich, dass man
auch ohne ISDN gleichzeitig Surfen und Telefonieren
kann. Immer häufiger bieten DSL-Anschlüsse gleichzeitig auch die Möglichkeit zur Internet-Telefonie ( Voice over IP, VoIP). Ein Ersatz für den Telefonanschluss ist das aber noch nicht, zumal DSL ohne Telefonanschluss in Deutschland auch in der Regel gar nicht möglich ist.
Drei Tarifmodelle
Nach drei Modellen werden die laufenden Kosten für die DSL-Nutzung berechnet:
- Flatrate: Hier bezahlt man einen Monatsbetrag und kann dafür
so lange und so viel surfen, wie man möchte.
Achtung:
Achten Sie vor Abschluss eines
solchen Vertrages darauf, inwiefern Sie
tatsächlich unbegrenzt viel Datenverkehr
("Traffic") erzeugen dürfen. Mancher Anbieter
versucht sich mit Klauseln vor allzu "downloadfreudigen"
Nutzern zu schützen.
Auch wichtig: Der Datenverkehr bezieht
sich nicht nur auf das, was Sie aus dem
Internet herunterladen (Download), sondern
auch auf das, was Sie ins Internet hineingeben
(Upload). Das ist wichtig, wenn Sie auf
Ihrem Rechner beispielsweise Dateien zum
Herunterladen anbieten möchten.
Unter dem Begriff "Flexi-Flat" gibt es außerdem Tarife, die unterschiedliche Preise pro Monat haben, je nachdem, wieviel Datenverkehr Sie erzeugen. Geworben wird natürlich stets mit dem günstigsten Preis. Aber passen Sie hier auf, dass sich so ein Angebot nicht als Kostenfalle entpuppt.
- Zeitabhängig: Sie bezahlen einen monatlichen Betrag und können dafür eine bestimmte Zeit surfen. Sind Sie länger unterwegs, bezahlen Sie in der Regel pro Minute drauf.
Wie auch bei der Flatrate gilt hier:
Achten Sie darauf, inwiefern der von Ihnen
erzeugte Datenverkehr ("Traffic") im Vertrag
beschränkt ist. "Unbegrenzt" ist nicht immer
unbegrenzt.
Zum Datenverkehr gehört, was Sie aus dem
Internet holen und was Sie ins Internet hineingeben.
Zeittarife scheinen in letzter Zeit auf dem Rückzug zu sein. Wie Sie auf der folgenden Seite sehen werden, ist das Angebot hier viel begrenzter als bei den Volumentarifen.
- Volumenabhängig: Hier bezahlen Sie für eine bestimmte
Datenmenge pro Monat. Erzeugen Sie mehr "Traffic" (Verkehr),
wird meist pro weiterem Megabyte abgerechnet.
Achten Sie hier sehr genau auf die Abrechnungsmodalitäten.
Mancher Anbieter rechnet vielleicht in angefangenen
Gigabytes ab.
Da die Flatrates in den vergangen Wochen und Monaten einen beispiellosen Preisrutsch erlebt haben, sind sie inzwischen auf dem Vormarsch.
Was für wen
Eine Flatrate ist der Tarif der Wahl für den Internet-Dauernutzer. Wenn Sie immer online sein wollen und sich beständig große Datenmengen aus dem Netz holen, sind Sie hier richtig. Bedenken Sie aber: Sie bezahlen die Flatrate auch dann, wenn Sie sie gar nicht ausnutzen. Allerdings sind die Preise zumindest bei den Konkurrenten der Deutschen Telekom inzwischen soweit gesunken, dass die Kosten für den Tarif nur noch eine Marginalie angesichts der Gesamtkosten sind.
Zeitabhängige Tarife lassen sich am besten verstehen. 20 Stunden pro Monat bedeuten etwa eine halbe bis ganze Stunde Surfvergnügen pro Tag, was recht typisch für einen Normalnutzer ist. 100 Stunden bedeuten schon mehr als drei Stunden Internet jeden Tag, Montag bis Sonntag. Diese Tarife haben den Vorteil, dass es keine Rolle spielt, womit man die Stunden verbringt.
Anders bei den volumenabhängigen Tarifen. Hier zählt nur, wie viel Datenverkehr Sie erzeugen. Dafür ist es egal, wie lange Sie im Internet unterwegs sind. Das ist ein gutes Modell, wenn Sie vor allem dauerhaft online sein wollen und nur gelegentlich etwas herunterladen. Dann sollten zwei Gigabyte Datenvolumen ausreichen. Wer regelmäßiger herunterlädt, wird fünf Gigabyte brauchen.
Neben diesen eindeutigen Tarifen gibt es noch Mischmodelle,
die sowohl zeitlich als auch vom Volumen eingrenzen
und es gibt flexible Tarife, deren Monatspreis
sich nach der jeweiligen Nutzung richtet.
Weitere Kosten
Zu den genannten Tarifen kommt der Grundpreis für Ihren Telefonanschluss
und die Grundgebühr für DSL mit 1000 kbit/s Bandbreite, die
derzeit 16,99 Euro beträgt. DSL mit 2000 kbit/s
kostet 19,99 Euro und mit 3000 kbit/s 24,99
Euro. Der ursprüngliche Preisunterschied für
DSL an ISDN- und normalen Telefonanschlüssen
wurde abgeschafft. Hinzu kommen einmalig
99,95 Euro für
die Einrichtung des Anschlusses. Im Zuge des aktuellen Preiskampfes wird dieser Betrag aber meist erlassen oder Sie erhalten beispielsweise ein Guthaben über diesen Betrag. Die notwendige Hardware
bekommen Sie meist günstig zu den Angeboten
dazu. Tipp: Achten Sie hier auch auf die Sonderaktionen. Lassen Sie sich dabei aber nicht zu sehr von den Enddaten der Aktionen unter Druck setzen: Wie beim berühmten "Wüstenrot-Tag" folgt hier in der Regel eine begrenzte Aktion auf die nächste.
Die Angebote von Arcor setzen meist einen Wechsel zu diesem Anbieter
voraus - also auch mit dem Telefonanschluss.
Dafür sind die Grundgebühren hier in vielen Fällen niedriger. Wie Sie im Vergleich feststellen, bietet Arcor trotz der härter werdenden Konkurrenz die meiste Leistung beim Vergleich der reinen Daten.
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