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von Jan Tißler
Als Google anfing, war es ein Studentenprojekt an der Universität Stanford und hatte keinerlei Einnahmen. Heute ist es ein milliardenschweres, börsennotiertes Unternehmen. Der Hauptgrund: Google AdWords. Ein System, mit dem man vollkommen selbständig Textanzeigen auf der Suchmaschine schalten kann. Das geht auch heute noch und einiges mehr.
Werbeplätze: Wo kann ich Werbung mit AdWords schalten?
Ursprung des Systems ist die Werbung auf den Suchergebnisseiten von Google. Sie ist auch heute noch die wichtigste Funktion.
Die Werbung ist rechts neben den Suchergebnissen und teilweise auch darüber platziert, farblich hinterlegt und mit dem Wort "Anzeige" gekennzeichnet. Derzeit werden maximal elf Plätze pro Seite bereitgehalten. Hier ein Beispiel für die Suche nach "Versicherungsvergleich":

Zudem werden die Anzeigen auch bei anderen Google-Diensten an passender Stelle eingeblendet, beispielsweise bei Google Mail. Das ist aus meiner Sicht aber eher vernachlässigbar.
Darüber hinaus kann Werbung auf Internetseiten geschaltet werden, die nicht zu Google gehören. Die Inhaber dieser Websites bekommen ein gutes Stück von den Einnahmen ab und werden auf diese Weise motiviert, die Werbeplätze in ihre Seiten zu integrieren. Verschiedene Werbeformen sind an diesem Beispiel zu erkennen:

1. Skyscraper, 2. Empfehlung eines Google-Services, 3. Linkblock
Dieses System nennt sich Google AdSense. Bei AdWords tauchen diese Seiten unter dem Begriff "Content-Werbenetzwerk" auf. » In diesem Artikel erfahren Sie übrigens, wie Sie mit AdSense online Geld verdienen können.
Ergänzend können die teilnehmenden Webmaster kostenlos eine Suche übers Angebot in ihre Website integrieren. Auf den Ergebnisseiten sind ebenfalls Anzeigen integriert. Das nennt sich bei Google dann "Such-Werbenetzwerk". Die interne Suchfunktion bei Internet optimal nutzen funktioniert auch auf diese Weise.
Werbeformen: Wie sieht die Reklame mit AdWords aus?
Wichtigste Werbeform ist die Textanzeige. Sie besteht aus 25 Zeichen Überschrift, zwei Zeilen á 35 Zeichen Text und der beworbenen Internetadresse. Hier die Beispiel-Anzeige, die Google als Vorgabe beim Erstellen einblendet:

Es gibt recht strenge redaktionelle Vorschriften. Superlative sind beispielsweise untersagt, ebenso Klick-Aufforderungen. Siehe: Google AdWords - Redaktionelle Richtlinien
Ergänzend sind auch grafische Werbeformen in verschiedenen Formaten möglich ( hier eine Übersicht). Zu beachten ist, dass eine solche Anzeige nur dann sichtbar wird, wenn sie nach Googles Meinung besser funktioniert als konkurrierende Textanzeigen. Eine grafische Werbung ("Image-Anzeige") kämpft also oftmals gegen mehrere Textanzeigen um die Nutzung des Werbeplatzes. Angesichts dieses schwierigen Kampfes sollte der Schwerpunkt immer auf den Textanzeigen liegen. Image-Anzeigen sind als Ergänzung anzusehen.
Auf Google sind nur Textanzeigen möglich, auf den anderen Internetseiten sind beide Formen erlaubt.
Werbeschaltung: Wann und wie erscheinen meine Anzeigen?
Bei Google AdWords gibt es zwei grundlegende Systeme: "Keyword-bezogene" und "Website-bezogene" Kampagnen.
Die flexibelste Möglichkeit sind die Keyword-bezogenen Kampagnen. Hier ordnet man seinen Anzeigen eine Liste von Schlüsselbegriffen zu, bei denen sie erscheinen sollen. Man kann wählen, ob das Stichwort nur als Anhaltspunkt betrachtet wird und die Anzeige auch bei verwandten Begriffen erscheinen darf oder ob sie nur bei exakt diesem Keyword oder einer Gruppe aus mehreren Wörtern erscheinen soll. Zudem kann man Begriffe ausschließen.
Schaltet man solche Anzeigen auch im Content-Netzwerk, versucht Google mithilfe seiner Technologien passende Seiten und Anzeigen zusammenzubringen. In den meisten Fällen funktioniert dies erstaunlich gut. Mit dem Content-Netzwerk verbreitert meine seine Werbewirkung enorm, erhält aber prozentual gesehen weniger Klicks. Ob das Content-Netzwerk für das eigene Thema sinnvoll ist, kann man nur über Ausprobieren herausfinden.
Bezahlt werden Keyword-bezogene Kampagnen pro Klick eines Nutzers. Der Werbende bestimmt, welchen Klickpreis er maximal zu zahlen bereit ist. Unter anderem bestimmt dieser Wert, an welcher Position eine Anzeige später erscheint. Eine weitere Rolle spielt die bislang erzielte Klickrate der Anzeige, also: Wieviel Prozent der Nutzer haben auf die Anzeige geklickt. Während diese beiden Faktoren klar in Zahlen auszudrücken und für AdWords-Kunden sichtbar sind, geht es bei den weiteren Messwerten recht nebulös zu: Die "Relevanz des Anzeigentextes", die "historische Leistung des Keywords" und die "Qualität der Zielseite" spielen im Rahmen des "Qualitätsfaktors" eine Rolle. Zu Recht wird dies als Hintertürchen für Preiserhöhungen angesehen.
Keyword-bezogene Kampagnen sind am Anfang sicher ungewohnt. Aber sie bieten aus meiner persönlichen Sicht die größte Flexibilität. Wer mit ihnen Erfolg haben will, braucht allerdings grundlegende Tipps und Tricks, um die zahlreichen Stellschrauben für Optimierungen auch korrekt einzusetzen.
Wer hingegen lieber genau weiß, wo seine Anzeigen erscheinen, kann gezielt Werbung auf Seiten aus dem Content-Netzwerk buchen. Das sind die "Website-bezogenen" Kampagnen. Bezahlt wird hier pro tausend Einblendungen. Allerdings konkurrieren auch diese Anzeigen mit den per Keyword geschalteten um dieselben Werbeplätze.
Auf den Suchergebnisseiten von Google sind nur Keyword-bezogene Anzeigen möglich. Auf anderen Internetseiten stehen beide Varianten zur Auswahl.
Werbekosten: Wie teuer ist Google AdWords?
Die Einstiegshürde ist denkbar gering. 5,- Euro verlangt Google einmalig für die Einrichtung des Kontos. Laufende Kosten gibt es keine, auch keine Mindestumsätze. So gesehen spricht nichts dagegen, mit Google AdWords herumzuexperimentieren. Man kann den Versuch zu jedem Zeitpunkt mit sofortiger Wirkung abbrechen. Einfacher geht's nicht.
Wie teuer die Anzeigenschaltung später wird, hängt von der Konkurrenzsituation und dem eigenen Geschick ab. Es gibt Begriffe, die für einige Cent zu haben sind, andere nur für mehrere Euro pro Klick. Eins ist sowieso klar: Wer sich auf umkämpfte Begriffe anstatt auf die Nischen stürzt wird erheblich tiefer in die Tasche greifen müssen. Da Google AdWords für viele die erste Anlaufstelle und das erste Experimentierfeld für diese Form der Werbung ist, gibt es fast jederzeit genügend Konkurrenz.
Allerdings wissen die meisten Konkurrenten nicht, wie man seine AdWords-Kampagnen optimiert. Wer sich in die Materie einliest und regelmäßig mit seinen Werbemaßnahmen beschäftigt, Ergebnisse analysiert und Schlussfolgerungen daraus zieht, der hat trotz großer Konkurrenz gute Chancen, mit den Anzeigen zu einem vertretbaren Preis auf der ersten Suchergebnisseite zu landen.
AdWords-Konkurrenten
Yahoo hat mit Yahoo Search Marketing (ehemals Overture) ebenfalls ein Werbesystem auf dem Markt, das in Deutschland auf namhafte Portale als Werbeflächen verweisen kann. Darüber lassen sich also unter Umständen andere und passendere Zielgruppen als über Google AdWords erreichen. Zudem wird für 2006 der Start des AdSense-Pendants Yahoo Publisher Network (YPN) erwartet. Das gleicht dann für manchen sicher aus, dass Yahoos Suchmaschine gegenüber Google hier zu Lande praktisch keine Rolle spielt und dementsprechend geringe Zugriffszahlen hat. Kunden von Yahoo Search Marketing berichten jedenfalls, dass sie je nach Thema bessere Ergebnisse als bei AdWords erzielen.
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Weitere große Konkurrenten sind kaum in Sicht. Miva spielt derzeit nur eine kleine Rolle in Deutschland. Und Microsofts AdCenter ist erst für den Sommer 2006 angekündigt und wird wahrscheinlich erst mit entsprechender Zeitverzögerung in den deutschsprachigen Raum kommen.
Wo kann ich mich anmelden?
Die Anmeldung erfolgt direkt auf der Google AdWords-Seite unter adwords.google.de.
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Tipps zum Weiterlesen
Google AdWords Tipps & Tricks
Gezielt werben: Von den ersten Schritten bis zur Optimierung der Anzeigen
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Aktuell
Artikel aus dem Weblog von Internet optimal nutzen zum Thema "Google AdWords":
Stand des Artikels: März 2006
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