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Google AdSense: Geld verdienen mit "intelligenten" Text-Anzeigen

Über das System AdSense von Google können Sie über Ihre Internetseite Geld verdienen. Sie bauen Anzeigenplätze in Ihre Seite ein, die dann von Google mit passender Reklame beliefert werden. Klickt jemand auf eine dieser Anzeigen, werden Sie an den Einnahmen beteiligt. Wie das geht und was es bringt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhalt:



 

von Jan Tißler

Woher kommt Google AdSense

Zu Beginn war die Suchmaschine Google ein Projekt der Stanford University und hatte keinerlei Einnahmen. In einem ersten Schritt kamen Textanzeigen oberhalb und rechts neben den eigentlichen Treffern hinzu. Sie passten zu den Suchbegriffen des Nutzers. Inzwischen haben die Werbekunden hier eine umfangreiche Oberfläche zur Verfügung, mit der sie die Inhalte der Anzeigen bestimmen können, ebenso die Stichworte, bei denen sie erscheinen und wieviel sie maximal pro Klick auszugeben bereit sind. Das hört auf den Namen AdWords. Wenn Sie sich dafür interessieren, schauen Sie sich doch den Ratgeber » Tipps & Tricks: Werbung mit Google AdWords an. Auch im Weblog von Internet optimal nutzen finden Sie » aktuelle Tipps und Tricks zu Google AdWords.

Der nächste Schritt war im Grunde logisch. Google hatte auf der einen Seite seine Technologie, die Inhalte von Webseiten zu erkennen und auf der anderen Seite die Textanzeigen, die von den Kunden mit den entscheidenden Schlüsselbegriffen versehen waren. Man kombinierte beides und AdSense war geboren.

Sie können sich also mit diesem Programm passende Anzeigen auf Ihre Internetseite holen. Und als Belohnung verdienen Sie mit jedem Klick eines Nutzers auf eine dieser Anzeigen.

Wie kann man es einsetzen?

Google bietet die Anzeigen in verschiedenen Blöcken an, die im Wesentlichen den Formaten entsprechen, die sich im Internet bereits verbreitet haben. Auf dieser Seite finden Sie Beispiele. Hier sehen Sie auch, dass Google inzwischen zwei weitere Werbearten anbietet: "Image-Anzeigen" und "Link-Blöcke".

Die Image-Anzeigen sind Bilder, die in den Anzeigenplätzen eingeblendet werden, sobald sie deutlich besser als alle hier geschalteten Textanzeigen von den Nutzern angenommen werden. "Relevanz" ist ja eine der Lieblingsvokabeln von Google und natürlich müssen Image-Anzeigen sehr relevant sein, wenn sie alle Textanzeigen schlagen sollen. Sie können sich als Seitenbetreiber übrigens entscheiden, ob Sie nur Textanzeigen, nur Bildanzeigen oder beides je nach Relevanz auf Ihrer Seite sehen wollen.

Die Link-Blöcke sind hingegen ein komplett eigenes Format, das extra eingebaut werden muss. Sie bestehen aus vier bis fünf verlinkten Begriffen, die Google als zentral für die jeweilige Seite erkannt hat. Klickt der Nutzer auf einen dieser Anzeigenlinks, bekommt er auf einer Google-Seite eine Liste mit passenden Anzeigen. Die Linkblöcke sehen auf den ersten Blick weniger attraktiv aus. Tatsächlich berichten Anwender aber, dass die Linkblöcke besser funktionieren als die Anzeigen. Einen Test ist es also allemal wert.

AdSense-Anzeigen einrichten

Der erste Schritt ist einfach: Sie melden sich bei AdSense an.

Anzeige

Nachdem Sie sich bei AdSense angemeldet haben und mit Ihrer Website akzeptiert wurden, haben Sie in einem Administrationsbereich die Möglichkeit, Ihre Anzeigenblöcke einzurichten:

Adsense-Anzeigen einrichten

Um Ihre Anzeigen einzurichten, klicken Sie auf "AdSense für Content-Seiten"

Dabei können Sie wie oben bereits erwähnt die Anzeigenformate und die Größe des Blockes bestimmen, sowie beispielsweise die Farbe der Anzeige festlegen. Manche AdSense-Teilnehmer schwören darauf, den standardmäßigen Rand der Blöcke unsichtbar zu machen, in dem ihm die Hintergrundfarbe der eigenen Website gegeben wird. Ob das tatsächlich höhere Einnahmen bringt, ist nicht eindeutig.

Sie können diese Einstellungen theoretisch für jeden einzelnen Anzeigenplatz vornehmen, müssen es aber nicht.

Am unteren Ende der Seite mit den Einstellungen finden Sie den Codeschnipsel, der in den Quelltext Ihrer Internetseite eingebaut werden muss. Hierzu werden zumindest grundlegende Kenntnisse rund um den Quelltext einer Internetseite benötigt.

Um den Inhalt der Anzeigen brauchen Sie sich nicht zu kümmern, denn wie gesagt: Google nutzt dafür die selbstentwickelte Technologie, den Inhalt von Internetseiten "erraten" zu können. Entsprechend werden solche Anzeigen herausgesucht, die passend scheinen und bislang besonders erfolgreich waren.

Was kann man verdienen?

Den AdSense-Teilnehmern ist es strikt untersagt, etwas über die zentralen Eckdaten ihrer Einnahmen zu verraten. Im internen Bereich bekommen die Mitglieder eine ausführliche Statistik, aus der hervorgeht, wie oft die Anzeigenblöcke gezeigt wurden, wieviele Klicks es gab, welche Klickrate ("Click through ratio" = CTR) sich daraus ergibt, was sie hochgerechnet auf 1000 Zugriffe verdient haben und was sie tatsächlich effektiv verdient haben. Alles übrigens in US-Dollar. Sowohl über die Klickrate als auch über den Verdienst pro 1000 Seitenzugriffe dürfen Sie nichts öffentlich machen. Wahrscheinlich will Google verhindern, dass Internetseiten noch mehr als bereits jetzt auf diese Anzeigen hin optimiert werden.

Ein paar Richtwerte sind inzwischen aber doch nach draußen gedrungen. So kann man wohl mit einer Klickrate zwischen einem und drei Prozent rechnen und mit einem Verdienst von etwa zwei bis fünf Dollar pro 1000 Zugriffe.

Die Höhe des Verdienstes hängt dabei von mehreren Faktoren ab:

Thema der Seite: Bestimmte Branchen haben hohe Margen und daher die Möglichkeit, hohe Preise pro Klick zu bezahlen. Der Finanzsektor ist hier ein Beispiel.

Nutzerstruktur: Wenn Ihre Nutzer Anzeigen grundsätzlich ablehnen oder nur auf die Inhalte achten, haben auch passende Textanzeigen wenig Chancen.

Platzierung: Wo die Anzeigen auf der Seite stehen, ist ein wesentlicher Faktor, der die Einnahmen gut verdoppeln kann. Da Sie darauf direkt Einfluss haben, folgen jetzt einige Tipps von Google selbst.

Robert Basic hat auf seiner Seite "Basic Thinking" einmal erklärt, wie man den Verdienst mit AdSense in etwa vorausberechnen kann: Wie kann man AdSense Einnahmen im voraus berechnen?

Wie kann man mehr verdienen?

Auf einer Seite hat Google einige Tipps aufgeführt ( Optimierungstipps für Google AdSense). Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Anzeigen funktionieren besonders gut dort, wo der Nutzer sowieso eine (weitere) Aktion vornehmen würde: beispielsweise bei der Navigation oder am Ende eines Textes. Fragen Sie sich bei Ihren Seiten: Auf welche Bereiche konzentrieren sich die Besucher wohl besonders und wie kann ich ich dort Anzeigen einbauen, ohne zu stören?
  • Werbetexte sind in breiten Anzeigen besser lesbar als in schmalen und werden daher besser und eher wahrgenommen.
  • Am erfolgreichsten sind die Werbeformate 336x280 Large Rectangle, 300x250 Inline Rectangle und 160x600 Wide Skyscraper.
  • Ob sich die Anzeigen nun vom restlichen Inhalt abheben oder sich komplett einfügen sollen, ist nicht ganz eindeutig.
  • Vergessen Sie nicht die kostenlose Suche übers Angebot, die Sie als AdSense-Nutzer integrieren können. Man erhält dann eine Suchfunktion mit Google-Qualität, deren Ergebnisse mit AdSense-Anzeigen garniert sind. Die Klickraten sind hier bedeutend höher, da die Anzeigen exakter zu dem passen, was der Nutzer gerade sucht. Und vor allem sucht er gerade und ist nicht mit dem Erfassen und Verstehen eines Inhalts beschäftigt. AdSense für Suchergebnisseiten ist unbedingt empfehlenswert.

Was spricht für den Einsatz von AdSense?

  • Die Werbung ist vergleichsweise einfach in die eigene Seite einzubauen. Grundlegende HTML-Kenntnisse sind allerdings notwendig.
  • Das Aussehen der Textanzeigen kann weitgehend frei beeinflusst werden und lässt sich somit an das eigene Layout anpassen. Schriftgröße und Schriftart sind vorgegeben.
  • Die beworbenen Inhalte passen (meist) zur Seite, sind also für den Nutzer Ihrer Seiten relevant.
  • Es gibt praktisch keinen weiteren Aufwand, sobald die Werbung integriert ist. Die Werbung wird automatisch ausgeliefert und inhaltlich angepasst.
  • Je nach Thema, Zugriffszahlen, Nutzerstruktur etc. sind nennenswerte Nebeneinnahmen möglich.

Was spricht gegen den Einsatz von AdSense?

  • Sie können den Inhalt der Anzeigen nicht direkt beeinflussen. Sie haben lediglich die Möglichkeit, Konkurrenz auszuschließen. Bis zu 200 Adressen können Sie angeben, die nicht beworben werden dürfen.
  • Möglicherweise gibt es keine relevanten Anzeigen für Ihre Inhalte in ausreichender Menge.
  • Sie wollen grundsätzlich keine Reklame, weil Sie Ihre Nutzer nicht von Ihren Seiten wegschicken wollen. Bei den oftmals sehr passenden AdSense-Anzeigen ist diese Gefahr besonders groß.

Gibt es Alternativen?

Neben Google gibt es weitere Anbieter ähnlicher Programme, wie beispielsweise Overture oder Miva (früher Espotting) sowie Mirago Content Stream. Aber die oben angeführten Vor- und Nachteile gelten hier ebenso.

Etwas anders funktioniert TXTSense. Hier werden von den Werbekunden Stichwörter gekauft, die dann im laufenden Text grün unterstrichen erscheinen. Fährt der Nutzer mit seinem Mauszeiger drüber erscheint ein größerer Infokasten mit der Werbung. Diese Werbeform erscheint manchmal kurios, wenn banale Begriffe wie "Internet" gekauft werden. Was sich dahinter verbirgt, kann alles oder nichts sein. Tester berichteten von geringen Einnahmen und verlängerten Ladezeiten. Allerdings ist das Angebot auch erst 2005 gestartet und befindet sich daher noch in der Entwicklung.

Nicht zu verachten sind außerdem die eBay Relevance Ads. Hier verweist die Handelsplattform eBay auf Angebote, die zu den Inhalten der jeweiligen Seite passen sollen.

Einen weiteren interessanten Ansatz verfolgt der amerikanische Anbieter Chitika mit seinen eMiniMalls. » Erfahren Sie hier, wie Sie mit Chitika Geld verdienen können.

Eine andere Möglichkeit, Geld zu verdienen, sind zum eigenen Thema passende Partnerprogramme. In einem eigenen Artikel erfahren Sie, wie Sie » mit Partnerprogrammen Geld verdienen.

Tipps zum Weiterlesen

Artikel aus dem Weblog von Internet optimal nutzen zum Thema "Online Geld verdienen":

Stand des Artikels: Dezember 2005

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